Eltern-Content: Warum Du bei der Ausbildung auch die Eltern erreichen musst

Die Entscheidung für eine Ausbildung trifft kaum ein Jugendlicher allein. Am Küchentisch wird mitgeredet, mitgesucht und mitgezweifelt. Wenn Du Azubis gewinnen willst, musst Du deshalb auch die Menschen erreichen, die sie dabei begleiten: ihre Eltern.
Eltern sind Teil der Entscheidung
Eltern helfen beim Suchen, lesen Bewerbungen gegen, fahren zum Vorstellungsgespräch. Sie sind oft die ersten, die Deine Stellenanzeige oder Deine Karriereseite zu sehen bekommen – manchmal sogar vor ihrem Kind.
Eltern nehmen diese Rolle also ernst. Wer sie mit guten Informationen versorgt, gewinnt Fürsprecher am Küchentisch.
Welche Fragen Eltern haben
Eltern schauen anders auf eine Ausbildung als ihre Kinder. Ihnen geht es vor allem um Sicherheit und Perspektive. Typische Fragen sind:
- Ist das ein seriöser Betrieb, bei dem mein Kind gut aufgehoben ist?
- Wer kümmert sich um mein Kind, und wen kann ich ansprechen?
- Wie sehen Arbeitszeiten, Anfahrt und Berufsschule aus?
- Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
- Welche Chancen gibt es nach der Ausbildung – Übernahme, Weiterbildung, Aufstieg?
Wenn Du diese Fragen offen beantwortest, nimmst Du Unsicherheit raus. Und Unsicherheit ist einer der häufigsten Gründe, warum eine Bewerbung gar nicht erst geschrieben wird.
Inhalte, die Eltern erreichen
Ein eigener Bereich auf der Karriereseite
Ein kurzer Abschnitt „Für Eltern“ mit den wichtigsten Antworten. Klar gegliedert, ohne Fachsprache. Wie Deine Karriereseite insgesamt überzeugt, liest Du in Warum Deine Karriereseite entscheidet.
Ausbilderinnen und Ausbilder mit Gesicht
Ein kurzes Video, in dem sich die Ausbildungsleitung vorstellt, schafft Vertrauen. Eltern wollen wissen, wem sie ihr Kind anvertrauen.
Azubis erzählen – auch für Eltern
Wenn Azubis berichten, wie ihre ersten Wochen waren, hören Eltern genau hin. Achte auf echte Stimmen statt Werbesprache, und hole immer die Einwilligung der Gezeigten ein.
Persönliche Begegnungen
Ein Tag der offenen Tür, ein Elternabend oder ein Rundgang beim Vorstellungsgespräch. Content kann diese Termine ankündigen und nachher zeigen, wie es war.
Der richtige Ton
Für Eltern darf es etwas sachlicher sein als für Jugendliche. Lass Fakten sprechen: Ablauf, Ansprechpartner, Perspektiven. Verzichte auf Übertreibungen. Eltern merken schnell, wenn etwas schöngefärbt ist – und sie merken genauso, wenn ein Betrieb sich wirklich Mühe gibt.
So fängst Du an
Frag Deine aktuellen Azubis, welche Fragen ihre Eltern damals hatten. Sammle die Antworten, und mach daraus einen Abschnitt auf Deiner Karriereseite und zwei, drei kurze Beiträge. Wer im Team lernen möchte, solche Inhalte gezielt für verschiedene Zielgruppen zu planen, findet das in der Weiterbildung zum Content Creator (IHK) im Modul „Ziele und Zielgruppen“.
Quellen
- Bertelsmann Stiftung: Ausbildungsperspektiven 2025.
- Körber-Stiftung: Eltern im Fokus 2023.

